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Le savoir-vivre – Die französische Lebensart

Von |2020-07-11T11:50:02+02:00Juli 11th, 2020|Kategorien: Boatlife, Corsica, Worldcruising|Tags: |

Die beste Zeit um auf Corsica zu segeln ist JETZT. Trotz Schulferien in Frankreich geht es hier so ruhig und gechillt zu wie normalerweise Anfang der Saison. Lässig ist es hier: Le savoir-vivre ist eben die Kunst, das Leben zu genießen. Franzosen gelten weit über die Grenzen hinaus als Lebenskünstler, Genießer und Kenner gehobener Lebensart. Jeder Franzose versteht auf seine ganz eigene Art etwas vom savoir-vivre. Das verbindet die Nation und hält sie zusammen. Ein Lebenskünstler steckt in jedem Franzosen, egal wo er lebt. Es geht nicht nur ums Essen und Genießen, es geht um Solidarität und Gemeinschaft und auch um ein Stück um Gelassenheit. Fast in einem Atemzug mit savoir-vivre lässt sich der Ausdruck „laisser faire“ nennen, wenn es um typisch französische Eigenschaften geht. Laisser faire heißt so viel wie Toleranz, Lässigkeit, Gelassenheit. Franzosen lieben ihre Freiheit und sie gestehen sie auch jedem anderen zu. Ein jeder mag nach seiner Facon glücklich werden, das steckt im Kern von laisser faire. Calvi ist übrigens wunderschön. Wir ankern vor der Zitadelle und folgen bei Sonnenuntergang dem Panoramarundweg, der kreuz und quer durch das Gelände führt. Einige Häuser scheinen geradezu mit dem Fels verwachsen zu sein. Ein Labyrinth schmaler Gassen, Treppenwegen und Durchgängen verbindet sie. Das Motto des ältesten Nachtclubs (Tao) steht hier übrigens bis heute als Mural auf der Wand. „Vivez heureux aujourd’hui, demain il sera trop tard“ – Lebt heute glücklich, morgen kann es zu spät sein.“ Wie wahr! Das Naturschutzgebiet Scandola südlich von Calvi ist mit seiner wilden Küste, die von imposanten Riffen und kleinen Inseln gesäumt ist, eines der schönsten geologischen Phänomene der Insel. Ankern ist hier verboten aber um die Ecke ist ein absolutes Highlight: Die Girolata! Der Ort besteht aus etwa 10 Häusern, die sich terrassenförmig an den Berg schmiegen, der Ruine eines genuesischen Forts und [...]

Yes, blue water sailing became a love affair for me!

Von |2019-07-26T06:38:00+02:00Juli 8th, 2019|Kategorien: Boatlife, Victoria, Worldcruising|Tags: |

Long distance sailing is something you have to experience for yourself to truly understand. Nothing I had read fully prepared me for this. The distances and time periods are enormous – measured in 1000's of miles and weeks - and you need to decide on a philosphical approach to the voyage. You can treat it as a giant race and try to get the most out of the boat each day, focusing on goals like miles run or you can do the minimum to keep things moving and lay back and enjoy the relaxing solitude. We love sailing around the world, just for the purpose of traveling. Yes, sailing became a love affair for me! To see the worlds remotest shorelines and the lost islands and do all the adventures one has read and heard of. Passion is energy. Feel the power that comes from focusing on what excites you. Long distance sailing is not like taking short trips along the coast. You’ll need a boat that can handle seriously rough water and that’s comfortable enough to be your home for weeks or months, as well as having room to store your supplies. It will need to be a manageable size for your crew but not too large to get into the ports you plan to visit. Other features to prioritise include a sheltered watch keeping position, good engine room access and an autopilot you can rely on at time when conditions are good enough to allow you a break. 2014 we found our beautiful Hallberg Rassy 43 in Germany. Hallberg-Rassy is the number one brand most sailors dream of. There was an opportunity to change a pattern of a live and reach out to make a plan more than a dream. A decision that required to leave many things behind and start something completely [...]

Wie geht man eigentlich eine Weltumsegelung an?

Von |2017-11-30T09:24:50+01:00November 30th, 2017|Kategorien: Boatlife, Worldcruising|Tags: , , |

At sea, I learned how little a person needs, not how much! Es ist nicht wirklich „easy“ als Skipper eine Weltumsegelung in eigener Regie anzugehen. Bei einer "normalen", also jahrelangen Weltumsegelung handelt es sich nämlich nicht um ein kurzfristiges Projekt, das man mal eben so durchzieht, sondern eine Unternehmung, die eine gewisse Lebensart, und damit eine Umstellung des Lebens voraussetzt. Bobby Schenk beschreibt es unglaublich treffend: Eine Weltumsegelung ist mehr eine Wanderung um den Erdball und die Segelei ist nur ein(!) Mittel zum Zweck. Um den Erdball rum sind es rund 25 Tausend Segelmeilen. Wenn man einer Langfahrtyacht nur 100 Meilen pro Tag zutraut, segelt der Weltumsegler runde 250 Tage. Eine "normale" Weltumsegelung dauert aber drei bis vier Jahre. Unter Segeln verbringt man also nur 25 Prozent der Reisedauer. Die übrige Zeit liegt man vor Anker oder in einem Hafen, beziehungsweise einer Marina, oft auch auf dem Trockenen mit Werkzeug in der Hand. Sicher schaden Segelkenntnisse nichts, aber andere Dinge sind wichtiger. Zunächst einmal brauchen Sie Zeit und(!) Geld. Diese "Zeit-Geld-Gleichung" ist erfahrungsgemäß am schwierigsten zu lösen. Denn entweder hat man das Eine oder Andere. Geld bekommt man im Regelfall nicht ohne Arbeit, oder man hat es geerbt. Sie werden nun fragen, wieviel Geld nötig ist? Das hängt von Ihren Ansprüchen und von Ihrer Sportlichkeit ab. Letztere dürfte bei Ihnen ausgeprägt sein, deshalb sollte eine 10-Meter-Yacht reichen. Und dann benötigen Sie noch soviel Geld, um mehrere Jahre ohne berufliches Nichtstun leben zu können. Dann können Sie planen. Genauso wichtig aber ist, dass Sie sich mit dem Fahrtensegeln, besser gesagt mit dem Fahrtenleben beschäftigen. Sie brauchen also Kenntnisse in technischer Hinsicht (dringend), um ein Schiff, Ihr Zuhause für mehrere Jahre unterhalten zu können. Unterschätzen Sie das nicht! Durchaus begründet nennen einige Weltumsegler Ihre Unternehmung als "Reparatur einer Yacht an den schönsten [...]

A thing you don’t want to know about boat life

Von |2017-11-12T11:42:07+01:00Mai 24th, 2015|Kategorien: Boatlife|

One flawless sun-drenched moment your mind might be consumed with thoughts of your life, effortlessly drifting away with a tropical breeze.But then you’ll find yourself infuriated with every decision you ever made that led you to this boat, where you have to row a quarter of a mile to shore to get another can of beans, or a single abnormally shaped bolt, exclusively designed for your boat and your boat only.  You’ll regret your life. But then a pod of dolphins might rise from your infinite front yard, close enough to splash you. On a boat, your mood swoops between surrender, determination, caution, and recklessness at alarming rates.  There will be difficult and trying days, but in between them you’ll sweep up moments that enrich your life in immeasurable ways. These moments will teach you about the world, about people, and about yourself.  You’ll be humbled, surprised, reassured, and scared stiff beyond words. But not a moment will pass when you don’t feel tremendously alive.

Über die unendliche Freiheit auf einem Boot, einem Segelschiff … Das Wetter bestimmt jetzt unser Tempo ins Mittelmeer und den Rest der Welt !

Von |2017-11-12T11:42:18+01:00Mai 12th, 2015|Kategorien: Boatlife, Victoria and the world|

Unser großes Gefühl der Freiheit stellte sich schon mit dem ersten Verlassen des Hafens ein. Es ist der Gedanke, dass ab sofort die ganze Welt bereist werden könnte. Keine Grenzen. Ein paar Schleusen und dann das große weite Meer. Einfach geradeaus weiter segeln. Ist genügend Wasser an Bord, ausreichend Proviant? Was hindert uns daran in die Türkei zu segeln, in die Karibik und ich wollte mal durch den Panama Kanal...Ja das ist Freiheit! Und dabei ist es gar nicht so wichtig, ob wir es wirklich bis dahin schaffen. Es ist das Gefühl, dass wir es einfach könnten! Und der erste Schritt ist mit dem Verlassen des Hafens schon getan.Unser schaukelndes Haus und ein mega Pool!Ein Haus muß gemütlich sein und Geborgenheit vermitteln. Erst wenn ich mich sicher fühler, dann kann ich Freiheit geniesen. Ein gutes Schiff ist sicher. Es wackelt, es ist ein Spielball von Wind und Welle, aber es ist sicher. Wie ein biegsamer Baum im Sturm. Umstürzen tun die fest Verwurzelten, die Steifen, die Unbeweglichen ...Fühl ich mich sicher, dann genieß ich meine Freiheit. Ich kann träumen oder losfahren, ich seh den großen Teich und kann hineinhüpfen, oder mir vorstellen, was da alles in "meinem" Schwimmteich so schwimmt. Ich kann ganz weit, weit schauen. Nichts hindert meinen Blick. Es ist die Sicherheit, die Freiheit gibt! Resümee:Die Ostsee haben wir hinter uns gelassen. Die Nordsee fast auch, ab sofort segeln wir Richtung Ijsselmeer und Amsterdam! Sturm heißt: reffen und abwettern, Regen heißt: passende Funktionskleidung anziehen und durch, oder in der Ankerbucht / Hafen bleiben; Idealwetter heißt: Tun zu was man Lust hat. Einfach leben!

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