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Segeln in der Toskana: Von Bucht zu Bucht um den Argentario und Giglio

Von |2020-10-14T08:00:08+02:00Oktober 14th, 2020|Kategorien: Italia Toscana, Worldcruising|Tags: , , , , |

Bevor Giglio südlich von Elba durch das Auflaufen der COSTA CONCORDIA weltbekannt wurde, war die kleine Insel mit seinen 1.440 Bewohnern eine Art Geheimtipp. Halbmondförmig zieht sich die bunte Häuserzeile von Giglio Porto um die kleine Hafenbucht, Restaurantterrassen ragen auf Stelzen bis ins Wasser, das kleine Hafenbecken ist mit dem Fähranleger und den vielen Murings für die einheimischen Boote restlos belegt. Jeden Nachmittag wird die Innenseite der Außenmole für Besucheryachten freigegeben, knapp zwei Dutzend Boote können dann mit dem eigenen Anker römisch-katholisch festmachen. Aber nur bis zum nächsten Morgen um zehn Uhr, dann wird die Mole für ankommende Ausflugsschiffe wieder geräumt. 13.1.2012: Das Drama begann um 21.45 Uhr. Ein lauter Knall erschütterte die Costa Concordia auf der Fahrt vom Hafen Civitavecchia nach ins Savona. Der Kreuzfahrtriese mit seinen 290 Metern Länge und 4.229 Menschen an Bord rammt einen Felsen vor der Insel Giglio. Für all diese Menschen und für die Insel Giglio ist die Concordia-Tragödie eine Wunde, die wohl niemals heilen wird. Die Abwrackung ist inzwischen abgeschlossen. Der in Mitleidenschaft gezogene Meeresboden vor Giglio wurde wiederhergestellt und leuchtet in den schönsten Farben. Dafür musste die Costa-Concordia-Betreiberin allerdings 85 Millionen Euro ausgeben. Bei dem Unglück kamen 32 Personen ums Leben. Für uns geht es weiter Richtung toskanisches Festland. Hier liegen die beiden Häfen Santo Stefano und Porto Ercole, dazu einige Einschnitte zum Ankern unterhalb steiler und einsamer Felswände. Porto Ercole ist kein Hafen, der auf Besucheryachten wartet, die verschiedenen Schwimmsteganlagen haben alle einen anderen Betreiber, fast alle Plätze sind von Dauerliegern belegt. Wir ankern bei Flaute am Strand. Wie ein schmaler, grüner Teppich zieht sich die schöne Feniglia vom Festland bis zur Argentario-Halbinsel. Der Pinienwald der Feniglia Sieben Kilometer mediterraner Dschungel – plus ein ebenso langer Naturstrand. Die prominentesten Bewohner des Pinienwaldes sind Damwild, Fuchs, Dachs, Marder, Wiesel und Wildschwein – [...]

Der goldene Herbst ist da! Segeln in der Nachsaison rund um Elba

Von |2020-10-02T08:19:21+02:00Oktober 2nd, 2020|Kategorien: Elba, Italia, Italia Toscana, Worldcruising|Tags: , , , |

Ciao, Sommer 2020. Dieser Sommer hatte es in sich. Eine Zeit voller Veränderungen, Herausforderungen und wichtigen Erkenntnissen für uns alle. Corona hat die Welt immer noch voll im Griff aber wir haben auch alle gelernt, mit der Pandemie zu leben. Für uns Segler ist Social Distancing an Bord einfach, trotzdem sind wir fast jeden Tag in diesem Sommer an einem anderen Ort an Land gewesen und eben auch oft unter vielen Menschen, besonders im August in Sardinien. Mittlerweile segeln wir allerdings um Elba und hier in der Toskana ist schon die totale Ruhe eingekehrt. Portoferraio Segeln in der Nachsaison (September bis Mitte Oktober) ist hier wunderbar entspannt. Die Farben des Meeres und die klare Sicht ist überwältigend. Das Meer ist immer noch angenehm und man kann problemlos bis Mitte Oktober baden. An den Stränden auf Elba hat man wieder viel Platz und man findet auch wieder freie Liegeplätze in den Häfen und die Ankerplätze sind fast leer. Endlich kann man in den besten Trattorien ohne Reservierung alle Spezialitäten der Toskana ausprobieren! Meine Empfehlungen zu unseren Lieblings-Restaurants findet ihr bei Interesse auf meinem Instagram-Account in den Highlights. Elba ist die größte der toskanischen Inseln, es gibt sechs Häfen und ein gutes Dutzend gute Ankerplätze. Endlich wieder auf Elba.... ❤️ Porto Azzuro Viticcio Hier meine ganz persönlichen, schönsten Ankerplätze vor Elba: • Portoferraio Stadthafen • Golfo Della Biodola • Porto Azzuro • Golfo della Lacona • Golfo di Procchio • Golfo di Viticcio Das Toskanische Archipel hat übrigens ein mediterranes Klima und das Wetter im September und Oktober ist noch warm und luftig. Nichtsdestotrotz empfehlen wir die Route von Scarlino aus rund um Elba nur erfahrenen Segler. Es können plötzlich starke Winde vom Norden und Westen her aufziehen und auch Gewitter sind nichts ungewöhnliches.  Segler sollten auf Unterwasser-Strömungen und Unterwasser-Felsformation achten. Ein [...]

Tipps für Segler : Energiemanagement an Bord

Von |2020-08-12T10:57:05+02:00August 12th, 2020|Kategorien: Nautor’s Swan, On Bord, Sailing, Solarpanels, Vorbereitungen, Worldcruising|Tags: , , , , , |

Unser Erfahrungsbericht für Euch: Energiemanagement auf Yachten Die Freiheit und Flexibilität beim Segeln ist einfach wunderschön. Eine Voraussetzung um möglichst lange vor Anker zu liegen oder mit anderen Worten dem Hafen fern zu bleiben, ist die Unabhängigkeit von Diesel, Wasser und Strom! Segler, die jeden Abend einen anderen Hafen ansteuern, interessiert dies natürlich nicht so sehr, denn Sie können jederzeit wieder Wasser oder Diesel tanken und die Batterien mittels Landstrom aufladen. Wir ankern lieber und geniessen die Natur. Beim Blauwassersegeln, wo viele längere Distanzen auf einen zukommen, muss man autark sein können. Der Bedarf von Diesel wird natürlich einmal über die Größe der Treibstofftanks begrenzt und dann geht es halt nur noch über den Verbrauch. Wir probieren möglichst viel zu segeln, gerade längere Strecken und Ziele machen wir abhängig vom Wind. Diesel wird dann oft noch zur Erzeugung von Strom mittels Lichtmaschine am Motor oder Generator verbraucht. Wir haben beides an Bord, um möglichst flexibel zu sein und eine Alternative zu haben, falls ein System ausfällt. Beim Energiemanagement haben wir super Erfahrung mit Solarenergie gemacht und das nicht nur im Mittelmeer, sondern auch schon in der Ost- und Nordsee. Wir gleichen den täglichen Grundbedarf von Kühlschrank, Licht, Navigationsgeräte und Autopilot über Solar aus. Bezüglich Stromverbrauch lässt sich heute auch mit LED Lichtern zum Beispiel viel Strom einsparen. Eine LED Dreifarbenlaterne (4 Watt an 24V sind ca. 0,2 Ampere pro Stunde) im Masttop, verbraucht ca. 90% weniger Strom als drei Navigationslichter (3 x 24Watt Lampen bei 24Volt sind das 3 Ampere pro Stunde) und eventuell ein zusätzliches Maschinenlicht.  Wir haben keine herkömmlichen Glühbirnen mehr an Board und alles auf LED Licht umgestellt. Auf unserem Bimini haben wir 600 Watt Peak Sunware Solarmodule verbaut. Das bedeutet die maximale Ausbeute ist 600 Watt / 24 Volt = 25 Ampere), was ein theoretischer Wert ist [...]

Joining the Swan Family!

Von |2019-12-10T18:25:18+01:00November 25th, 2019|Kategorien: Worldcruising|Tags: , |

The most effective way to do it, is to do it! Es gibt Tage, die verändern alles. Für uns war es der 21. Januar 2019, unser erster Morgen auf der Boot in Düsseldorf. Wie jedes Jahr hatten wir 2 Tage auf der Bootsmesse eingeplant und haben eher zufällig den Stand von Nautor’s Swan betreten. Thorsten Flack und Britta Bunkenburg (hier ein gemeinsames Foto von der Premiere der Swan 48 in Cannes), die den Vertrieb in Deutschland verantworten, zeigten uns die Pläne für die neue Swan 48. Es gab bereits 7 Blindbestellungen und wir brannten sofort für das innovative Konzept. Thorsten war bereits Follower meines Blogs und hatte sogar über mein Instagram Profil seine Lebensgefährtin Sanny kennengelernt. Es hat mich fast umgehauen..... denn Sanny wurde gleich mal per WhatsApp Video zugeschaltet. Wir hatten uns endlich gefunden und sofort eine ganz besondere Verbindung. Swans werden seit 40 Jahren in einer Gegend gebaut, unweit des Polarkreises, im finnischen Pietarsaari. Die Marke steht für Qualität, die Yachten sind unbeschreiblich elegant, verlässlich, und sie performen. Ich persönlich hatte nie etwas Schöneres gesehen und war auch gleich begeistert von dem Team um die italienische Geschäftsleitung. Dieser Mix aus finnischer Bootsbau-Erfahrung, italienischem Interior-Konzept und dem zeitlosen Design von Germain Frère..... gewaltig! Zu den Fakten: Das gesamte Deck der Swan 48 ist aus Teakholz und die Sprayhood lässt sich komplett versenken. Der Rumpf ist voluminös und bleibt achtern sehr breit. Im halboffenen Heck ist eine Dingi-Garage eingebaut, die per Heckklappe erreicht wird. Die Eignerkabine mit eigenem Bad inklusive separierter Dusche befindet sich vorne. Steuerbord achtern liegt die sogenannte VIP-Kabine mit zwei großen Einzelkojen, die sich mit Einlegepolstern zu einer riesigen Koje vergrößern lassen. Backbord gibt es eine konventionelle Gästekabine. Es gibt doppelte Ruderblätter und der Mast steht weit hinten für größere Vorsegel. So sollen vorne am Ende des [...]

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